Fragen und Antworten

Bürgerinitiative Landschaftsschutzgebiet

Rostock

Antwort auf häufig gestellte Fagen

Im Zuge der Formierung der Bürgerinitiative, die Erreichen will, dass das Landschaftsschutzgebiet erhalten bleibt kamen häufig die gleichen Fragen auf die wir hier versuchen zu beantworten:

 

F. Wer ist die Bürgerinitiative und was sind die Haupt-Argumente gegen das Bebauen.

Die Bürgerinitiative hat sich 5 Tage vor der geplanten Abstimmung über den Sachverhalt in der Bürgerschaft formiert. Sprecher der BI ist Herr S. Porst. An der ersten Versammlung zur Formierung der BI nahmen kurzfristig über 120 Bürgerteil ! Als kleinen Teilerfolg sieht die BI dass die Abstimmung am 05.04.2017 von der Tagesordnung genommen wurde, es wurde wohl nicht mit so viel Widerstanbd von Seiten der Rostocker Bürger gerechnet. Die Hauptargumente der Bürgerinitative sind:

 

  1. Das Landschaftsschutzgebiet muss erhalten bleiben um besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG § 44)
  2. Der Tourismus, von dem weite Teile der Bevölkerung leben, ist auf die Landschaftsschutzggebiete angewiesen. Wegen genau diesen Gebieten besuchen viele Touristen Rostock und Umgebung.
  3. Das Land hat bereits Alternativflächen erworben die genauso ostseenah liegen und deren Bebauung würde ausreichen, den errechneten Bedarf zu decken.
  4. Die "Entnahme" eines Teilstückes aus dem Landschaftsschutzgebiet würde Tür und Tor öffnen, um Bauvorhaben in anderen Teilen des LSG zu ermöglichen.
  5. Die Infrastruktur ist keinesfalls dafür ausgelegt, ein solches neues Wohngebiet zu tragen (Strassenbreite, öffentlicher Nahverkehr, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten usw.) was zu einem Kollaps des Gebietes führen wird.

 

Flächenplan des Landschaftsschutzgebietes als download hier: Flächenplan.pdf

 

F. Wer möchte im LSG bauen ?

Der Eigentümer, die Ostsee-Golf-Resort GmbH mit Sitz in Rostock, (Geschäftsführer Herr Gienapp). Doch wer verbirgt sich hinter der GmbH ? Unter anderem Hr. Dr. Seidel - Mitglied im Agenda 21-Rat !!

Der Agenda 21-Rat der Hansestadt Rostock ist ein ehrenamtliches Gremium, das sich für die nachhaltige Entwicklung der Stadt engagiert. Es wurde auf der Grundlage des Beschlusses der Bürgerschaft vom 02. Juni 1999 (Beschluss Nr. 1901/71/1999) zur Bildung eines Agenda 21-Rates gegründet und besitzt den Status eines Beirates der Rostocker Bürgerschaft.

Der Agenda 21-Rat fördert die nachhaltige Entwicklung der Stadt Rostock gemäß den 1992 in Rio de Janeiro auf der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung beschlossenen Zielen der nachhaltigen Entwicklung auf der Erde.

Ist es wirklich nachhaltig Landschaftsschutzgebiete zu zerstören ?

 

F. Wer entscheidet das ?

 

Obwohl der Ortsbeirat Warnemünde/Diedrichhagen sich schon 2015 klar gegen solch ein Bauvorhaben gestimmt hat, wird eine solche Entscheidung nur als Empfehlung gesehen. (http://www.nnn.de/lokales/rostock/beirat-lehnt-wohngebiet-ab-id10444796.html)

 

Somit sind die Entscheider die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock:

  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock -SPD Fraktion
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock -CDU Fraktion
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock - Fraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock - Fraktion DIE LINKE
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock - Fraktion Rostocker Bund/ Graue/ Aufbruch 09
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock - Fraktion Fraktion UFR/ FDP
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock - Detlev Harms fraktionslos
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock - Nailia Ritter fraktionslos
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock - Holger Arppe AfD
  • Bürgerschaft der Hansestadt Rostock - Thomas Jäger NPD

 

Beschlussvorlage des OB als download hier Beschlussvorlage.pdf

 

F. Warum wird nicht Außerhalb des LSG gebaut ?

 

Exakt diese Frage haben wir auch gestellt, leider ohne Antwort:

 

Fakt ist: Die Stadt Rostock hat 1992 eine Fläche Land (ca. 35 ha) ganz in der Nähe gekauft (Steuergelder). Diese Fläche würde sich sehr gut eignen um "Ostseenahes Wohnen" anzubieten. Das hätte ausserdem den Vorteil, dass die Stadt nicht den Gewinn einem Investor zuschiebt, sondern selber Nutzniesser ist. Diese Fläche wurde genau aus diesem Grunde erworben und befindet sich in ca. 1,5 km Luftline vom LSG entfernt und liegt genauso ostseenah !

 

Alternativfläche bereits im Besitz derStadt,

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F. Wie kann ich als Bürger mithelfen das zu verhindern ?

 

Schliessen Sie sich der Bürgerinitiative an. Machen Sie mit bei den Aktionen der Bürgerinitiative. Zeigen Sie Flagge für Rostock und nehmen Sie an den Unterschriftensammlungen teil. Schreiben Sie die Mitglieder der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock aktiv an und äussern Sie ihren Unmut. Setzen Sie sich aktiv für den Schutz der Landschaftsschutzgebiete in un um Rostock ein.

 

F. Interessiert die Hansestadt der Umwelschutz nicht ?

 

Doch, Umweltschutz ist durchaus ein Thema im Rathaus, deshalb verwundert es umsomehr, dass hier eine ein Landschaftsschutzgebiet aufgehoben werden soll. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Schutz des Breitblättrigen Sitter oder Stendelwurz (Epipactis helleborine), den das Amt für Stadtgrün, Naturschutz und

Landschaftspflege Rostock nach dem Bundesnaturschutzgesetz - )BNatSchG § 44 Schutzvorschriften für besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten) in einem Merkblatt veröffentlicht hat: (http://rathaus.rostock.de/sixcms/media.php/1074/NA_05_Orchideen.pdf) Standort für diese besonders geschützte Pflanze ist u.a. das LSG Diedrichshagen !!

Die Stadt Rostock hat das Landschaftschutzgebiet "Diedrichshäger Land" selbst in einem Merkblatt 2008 beschrieben und auf die vielen streng und besonders geschützten Tier- und Pflanzenarten hingewiesen !

http://rathaus.rostock.de/sixcms/media.php/1074/NA_Info_LSG_Diedrichshaeger_Land.pdf.

Auch der Prüfbogen, der im Zusammenhang mit dem Antrag erstellt wurde, weisst für die Fläche 2 aus:

  • allgemeiner Artenschutz - besonders bzw. streng geschützte Arten im Raum vorkommend
  • Rastplätze und Vogelzugkorridore - Landschaft mit hoher bis sehr hoher Lebensraumfunktion für rastende und überwinternde Wat- und Wasservögel

 

(c) 2017 Bürgerinitiative LSG Rostock