Anliegen

Bürgerinitiative Landschaftsschutzgebiet

Rostock

Keine Bebauung des Landschaftsschutzgebietes

Das LSG Rostock Diedrichshagen muss geschützt bleiben - Wehret den Anfängen der Zerstörung der grünen Lunge Rostocks !

Die Rostocker Bürgerschaft wird demnächst entscheiden, ein geschütztes Landschaftsschutzgebiet an der Küste in Bauland umzuwandeln, obwohl die Stadt ca. 1,5 km weiter über ein 40 Hektar großes Gemeindegrundstück verfügt.

 

Ziel soll es sein, ostseenahes Luxuswohnen für einige wenige zu ermöglichen, obwohl Wohnraum in Rostocker Stadtteilen dringender wäre. Wir sind der Ansicht, wer in Rostock lebt, wohnt bereits "Ostseenah".

 

Da der Oberbürgermeister die wirtschaftlichen Interessen auf Kosten der Landschaftsschutzgebiete, und damit der Allgemeinheit, umsetzt, obwohl genug Gemeindeflächen zur Verfügung stehen, sahen wir uns gezwungen diese BI ins Leben zu rufen.

 

Wirtschaft muss sein, allerdings nicht in sensiblen Küstenbereichen, die für den Artenschutz und als Frischluftkorridor für die Neubaugebiete in Lütten-Klein und Lichtenhagen erhalten bleiben müssen.

 

Das Areal ist Teil des 60 Jahre alten Landschaftsschutzgebietes, LSG, Diedrichshäger Land. Als Schutzzweck wurde in der entsprechenden Stadtverordnung der Hansestadt Rostock definiert: „… im Gebiet die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes zu erhalten, zu entwickeln und in Teilen des Gebietes wiederherzustellen sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes zu gewährleisten und die Erholungsfunktion zu erhalten. Insbesondere soll auf Sukzessionsflächen die Stabilisierung, Regenerierung und Weiterentwicklung von einzelnen Biotopen ermöglicht werden…“. definiert. Kommt es zu einer Änderung des Flächennutzungsplans ist es damit auf alle Zeiten vorbei

Auch der Ortsbeirat will den Schutzstatus des Gebietes erhalten. In einer gemeinsamen Erklärung stellten sich alle sechs Fachausschüsse gegen das Ergebnis des Prüfauftrages. Begründung: „Die drei genannten Flächen befinden sich sämtlich im Landschaftsschutzgebiet Diedrichshäger Land … in dem es strikt verboten ist, bauliche Anlagen zu errichten… Die Fläche 2 führt durch westliche Verlängerung des Stolteraer Weges zu einer gravierenden Zerschneidung des LSG und gefährdet damit den Schutzzweck. Gleiches trifft auf die Flächen 3 und 4 längs der Landstraße zu, die die Landschaft zwischen Diedrichshagen und Warnemünde zubauen und den Biotopverbund zwischen dem Naturschutzgebiet Stolteraa an der Ostsee und dem südlichen LSG unterbinden.“

 

Ausnahmeregelungen, so heißt es in der Erklärung weiter, seien nur dann möglich, wenn überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit vorliegen. Diese Gründe lägen allerdings bei dem ins Feld geführten Bedarf oder besser Bedürfnis, nicht vor!

 

Trotz dieser eindeutigen Erklärung versucht der OB Roland Methling dies in der Bürgerschaftssitzung vom 10.05.2017 als Abstimmung durchzusetzten.

 

Die Bürgerinitiative stellt klar heraus :

  • Nein zur Zerstörung von Landschaftsschutzgebieten um den Profit weniger zu steigern
  • Nein zur Umgestaltung des Erholungsgebietes aller Rostocker und vieler Touristen.
  • Nein zu "Gefälligkeitsgutachten"
  • Nein zur Zerstörung des Lebensraumes besonders geschützter und streng geschützter Tier- und Pflanzenarten (Kröten, Frösche, diverse Vögel, Ringelnattern, Fledermäuse, Knabenkraut, breitblättrige Sitter, Tausendgüldenkraut etc.)

Keine Bebauung des Landschaftsschutzgebietes

Das LSG Rostock Diedrichshagen muss geschütz bleiben - Wehret den Anfängen der Zerstörung der grünen Lunge Rostocks !

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Vernunft besitzt.

Aber kein anderes Lebewesen würde jemals so unvernünftig handeln.

Friedensreich Hundertwasser

(Österr. Künstler, 1928 – 2000)

(c) 2017 Bürgerinitiative LSG Rostock